DieImmoKalk Logo DieImmoKalk EN ← Alle Ratgeber
Ratgeber · Kapitalanlage-Immobilie

Mietrendite berechnen: Brutto- und Nettorendite einfach erklärt

Wer über den Kauf einer vermieteten Wohnung nachdenkt, stößt früher oder später auf den Begriff Mietrendite. Klingt nach einer einzigen Zahl, ist aber eigentlich zwei: Brutto und Netto. Und der Unterschied zwischen beiden entscheidet oft, ob sich eine Immobilie am Ende wirklich rechnet oder nur auf dem Papier gut aussieht.

Bruttorendite: die schnelle erste Einschätzung

Die Bruttorendite ist die Zahl, die in jedem Exposé auftaucht. Sie setzt die jährliche Kaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis, mehr nicht – Kaufnebenkosten, laufende Kosten und Finanzierung bleiben komplett außen vor. Für einen schnellen Vergleich mehrerer Angebote reicht das völlig. Als alleinige Entscheidungsgrundlage taugt sie aber wenig.

Bruttorendite (%) = Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100
Beispiel

Nehmen wir eine Wohnung für 200.000 €, die 960 € Kaltmiete im Monat bringt – macht 11.520 € im Jahr.

Bruttorendite = 11.520 € ÷ 200.000 € × 100 = 5,76 %

Nettorendite: was tatsächlich hängen bleibt

Die Nettorendite ist unbequemer zu berechnen, dafür ehrlicher. Sie bezieht zwei Dinge mit ein, die die Bruttorendite einfach ignoriert:

Nettorendite (%) = (Jahreskaltmiete − nicht umlagefähige Kosten p.a.) ÷ (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100
Beispiel (fortgeführt)

Bleiben wir bei der Wohnung von oben. Kaufnebenkosten von 23.140 € (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Makler) machen aus dem Kaufpreis eine Gesamtinvestition von 223.140 €.

Dazu kommen 50 € im Monat an nicht umlagefähigen Kosten, also 600 € im Jahr.

Nettorendite = (11.520 € − 600 €) ÷ 223.140 € × 100 = 4,89 %

5,76 % gegen 4,89 % – auf den ersten Blick kein großer Unterschied. Über zehn oder zwanzig Jahre gerechnet ist er es aber sehr wohl, und dabei sind Finanzierung und Steuern noch gar nicht berücksichtigt.

Was ist eine „gute" Mietrendite?

Eine feste Grenze, die überall gilt, gibt es nicht, so gerne man sich das manchmal wünschen würde. Als groben Richtwert zum Vorsortieren nutzen viele Investoren eine Bruttorendite von etwa 5 % – in München oder Hamburg oft eher Wunschdenken, in strukturschwächeren Regionen dagegen fast schon Standard, meist mit entsprechend höherem Risiko. Am Ende entscheidet ohnehin nicht die Rendite auf dem Papier, sondern das, was nach Finanzierung und Steuern monatlich tatsächlich übrig bleibt.

Bruttorendite, Nettorendite und Cashflow automatisch berechnet

DieImmoKalk rechnet beides live aus Ihren Eingaben aus – inklusive Finanzierung, Steuern und einer 10-Jahres-Prognose. Kostenlos für die erste Immobilie.

Jetzt kostenlos ausprobieren

Weiter lesen: Cashflow einer Immobilie berechnen (vor und nach Steuern) →